Ludus Danielis – the Play of Daniel“ DVD Release
Zwei lange Tische mit königsblauem Samt überzogen stehen Spalier und deuten auf ein großes Ereignis hin, das sich in wenigen Minuten im Union Kino in Kaiserslautern abspielen wird. Es ist Freitag der 23. Mai 2008 kurz vor 18.00 Uhr. Etwa 200 Menschen stehen Schlange und wollen in den kleinen Kinosaal, doch für so ein außergewöhnliches Ereignis nimmt man auch gerne mal einen Stehplatz ein!
Das Pfalztheater mit seinem Intendanten Herrn Johannes Reitmeier hatte zur DVD-Präsentation von „Ludus Danielis - the Play of Daniel“, ein Rockoratorium von Günter Werno, Stephan Lill und Johannes Reitmeier eingeladen. Neben den Musikern mischten sich zahlreichen Hauptprotagonisten, reihenweise Chor- und Ensemblemitglieder, Theaterbeschäftigte und die Presse unter die „Ludusfans“. Die Stimmung im Kino lässt sich kaum beschreiben. Ins Unermessliche schien die Spannung zu steigen. Keiner der Anwesenden wusste so recht, was er in den kommenden 45 Minuten genau erwarten würde.
„Wir öffnen heute ein Fass, dass auch für mich ganz neu und ungewöhnlich ist...!“ so die Einleitungsworte von Intendant Reitmeier. Er war sichtlich überrascht und gerührt über das große Interesse der versammelten Menschen. Reitmeier betonte, dass „Ludus Danielis“ eines DER Highlights der Spielsaison 07/08 für das Pfalztheater ist/war und dankte in diesem Zusammenhang den Menschen, durch die es gelungen war, diese DVD zu produzieren. Insbesondere erwähnte er die Stiftung Rheinlandpfalz für Kultur mit ihrem Geschäftsführer Edmund Elsen für die großzügige Förderung, die bei dieser gesamten Produktion den finanziellen Löwenanteil übernommen hatte.
Edmund Elsen sprach den Wunsch aus, dass mit der Veröffentlichung dieser DVD die Möglichkeit geschaffen würde, diesen großartigen Publikumserfolg einem noch größeren Zuschauerkreis zugänglich zu machen. Er dankte dem Mut und dem Pioniergeist der Menschen, die dieses Projekt umgesetzt und verwirklicht hatten, allen voran Intendant Johannes Reitmeier, aber auch allen Beteiligten auf, hinter oder vor der Bühne, die an dieser aufwändigen Produktion mitgewirkt hatten.
Während der etwa 34 Minuten andauernden Vorführung des „Ludus-Trailers“ stieg die Stimmung von Sekunde zu Sekunde. Fantastisch und packend hatte Karl-Heinz Christmann diese Videoprojektion zusammengestellt, der es sich im Anschluss an die Vorführung nicht nehmen ließ auch seinem Kamerateam für diese herausragende Arbeit zu danken. So durften die Zuschauer einen perfekten, professionellen und in sich stimmigen Vorgeschmack auf die komplette DVD genießen. Fließende Übergänge, zahlreiche Überblendungen, hervorragende Kameraperspektiven und Effekte wechselten zwischen Gesamtaufnahmen und Großaufnahmen und lassen diese Aufnahme absolut lebendig rüberkommen. Christmann ist es gelungen die imposantesten Szenen noch beeindruckender zu präsentieren. Die perfekte Abmischung zwischen Power und Entspannungsmomenten, wenn Chor und Solisten sich abwechseln. Und so verwunderte es nicht: die Antwort auf seinen Trailer war lautstarker und euphorischer Applaus.
Als Bonusmaterial komplettiert ein „Making of“ die DVD. Auch sie wurde den Zuschauern nicht vorenthalten und so erlebte die fast schon andächtige und begeisterte Stimmung einen Umschwung. Schallendes Gelächter und belustigter Beifall war durch die Reihen hinweg zu hören. Aber wie anders will man auf Aussagen wie „Ein gewisses Schamgefühl gewöhnt man sich in diesem Beruf ab...!“ auch noch reagieren?
Als Abschluss stellte Intendant Johannes Reitmeier alle Hauptprotagonisten sowie die Musiker und die Band Vanden Plas namentlich vor. Als diese vor die Leinwand traten wurden sie mit tosendem, herzlichem und bewunderten Applaus begrüßt und gewürdigt. Bedauerlich, dass Randy Diamond, der König Belsazar und König Darius verkörpert, an diesem Tag nicht anwesend sein konnte. Reitmeier sprach sein Bedauern mit einem erkennbaren Lächeln aus. Diamond stehe an diesem Tag mit der Produktion von „High Society“ in Regensburg auf der Bühne und er meinte hierzu mit einem breiten Grinsen „im Übrigen auch eine Inszenierung von mir!“ Reitmeiers liebenswürdiger Humor kam auch hier wieder richtig an und bestätigte, dass die Kaiserslauterer genau wissen, welchen Glücksgriff sie mit diesem bemerkenswerten Intendanten errungen hatten.
Die Einladung war ein voller Erfolg und so waren die Darsteller und Musiker, sowie Reitmeier beachtliche Zeit damit beschäftigt, die gekauften Exemplare an den bereits erwähnten blau überzogenen Tischen zu signieren. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die sich das Pfalztheater da einfallen hat lassen.
(Auf diesem Wege möchte ich es nicht versäumen dem Theater mit seinen Abteilungen wie Kasse, Presse, Chefsekretariat und Pforte für eine vorbildliche, immer zuvorkommende und herausragende Zusammenarbeit zu danken.)
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