Eine königliche Gala in Füssen
am 22.08.2009
Zum 2. Mal fand dieses Jahr die Königsgala in Füssen stand.
Im ersten Jahr war das Highlight eine 60 Mann starke Blasmusikkapelle gewesen. Dieses wollte man toppen und so lud man Uwe Kröger als Stargast ein.
Außerdem dabei: Die Ludwig² -Stars
Janet Marie Chvatal, Bruno Grassini und Marc Gremm.
Eine malerische Umgebung begrüßt die Besucher. Wenn man am Forggensee steht und das Schloss Neuschwanstein bewundert, hat man das imposante Festspielhaus von Füssen im Rücken.
Um 19.30 startete Frau Chvatal mit dem Lied „Gold von den Sternen“ (Mozart). Wunderschön vorgetragen in einem „Sissi-Kleid“ mit passendem Bühnenbild.
Sie erklärte uns, dass jetzt der Star des Abends seinen ersten Auftritt hätte mit einem Lied aus „die Schöne und das Biest“: Uwe Kröger… Der Applaus steigerte sich hörbar, im ausverkauften Haus waren wohl einige seiner Fans anwesend. Uwe Kröger wirkte, dank der Sommerpause in Wien, sehr erholt und zeigte große Spielfreude.
Es folgte ein englisches Lied von Grassini und Chvatal, dass wir allerdings nicht kannten.
„Die Unstillbare Gier“ (Tanz der Vampire) wurde von Herrn Gremm sehr stimmgewaltig vorgetragen und man glaubte ihm seine pure Verzweiflung. „Das Phantom der Oper“ folgte - zuerst mit der „Musik der Nacht“ und dann zusammen mit Frau Chvatal das Titellied „Phantom der Oper“. Beim ersten Lied war ein einfacher Stoff als Wand heruntergelassen worden und das Phantom wandelte so durch seine Oper, beim 2. Lied gab es wieder ein wunderschönes Bühnenbild und man fühlte sich in die Pariser Oper versetzt.
Herr Grassini sang u. a. „Dies ist die Stunde“ (J&H) und „Hymne“ (Chess) auf Italienisch. Auch Les Miserables bekam seinen Platz mit „Sterne“ von Javert, dargestellt von Uwe Kröger. Eines der schönsten Lieder aus dem Musical.
Dann ging es in den Broadway-Bereich, wo Uwe Kröger Sunset Boulevard und Goldfinger sang. Herr Kröger erklärte uns, dass er ein sehr großer Filmfan ist, vor allem von den James Bond filmen.
Zum Schluss, mit einem Hinweis auf die Pause, kam „Ich war noch niemals in New York“, gesungen von Grassini, Gremm und Chvatal.
Nach einer längeren Pause starteten sie mit Ludwig²
Natürlich sind die Kulissen noch im Theater vorhanden und so wurden „Kalte Sterne“ (Gremm) und „Schwarze Schatten“ (Grassini) in Orginalkostümen in der Originalkulisse gesungen.
Das war natürlich besonders reizvoll! Es ist wahnsinnig schade, dass es dieses Musical nicht mehr auf der Bühne gibt, es steckt so voller Emotionen…Genie und Wahnsinn liegen eben doch sehr dicht zusammen.
Eine Premiere erwartete die Zuschauer auch, das Lied „Fäden in meiner Hand“ aus „Rudolf“ wurde von Uwe Kröger vorgestellt. Da freuen wir uns doch noch ein wenig mehr auf dieses neue Wildhorn-Musical in Wien.
Weiter gings mit einigen Liedern aus „Elisabeth“. Uwe Kröger sang seinen „letzten Tanz“ und rockte dabei das Haus. Herr Gremm und Chvatal sangen „Nichts ist schwer“ und anschließend noch „Ich gehör nur mir“. Einfach großartig! In passender Kulisse mit entsprechenden Kostümen vorgetragen wirkte es, als ob die zwei aus dem Elisabeth-Ensemble kämen und dies schon ewige Zeiten spielen würden.
Zugaben waren: Von Uwe „From Russia with Love“ (James Bond) und von den anderen „Finale/Hohe Berge“ (Ludwig²) und wie immer in diesem Haus starb der König von Bayern am Ende im Bühnensee….
Das letzte Lied war dann „Aber bitte mit Sahne“… Mit stimmgewaltiger Unterstützung des (ziemlich nassen) auferstandenen Königs Ludwig.
Fazit der Pluspunkte: Zusammenfassend kann man feststellen, dass es ein wunderschöner Abend war. Die Sänger waren alle sehr gut, herrliche Stimmen und schönes Spiel dazu. Die vorhandenen Kulissen und Kostüme trugen natürlich zur Stimmung bei, diese Location wünscht sich wohl ein jeder, der eine Musicalgala plant!!
Kleiner Tipp: Im nächsten Jahr soll wieder eine Königsgala dort stattfinden. ;-)
Fazit der Minuspunkte: Leider kam die Musik vom Band und war oftmals viel zu laut, übertönte die Stimmen. Ferner wäre es sehr schön gewesen, wenn die Darsteller am Anfang vorgestellt würden oder sogar eine kleine Moderation stattgefunden hätte. Beispielweise, wenn einfach der aktuelle Sänger einfach seinen nächsten Kollegen angesagt hätte mit ein paar Sätzen über das folgende Stück. Nicht jeder dort war ein Musical-Experte.
Anschließend gab es noch eine Autogrammstunde mit den 4 Darstellern, die sich viel Zeit für die Fans ließen. Daumen hoch!
Petra Mannigel für mfj August, 2009